Medaillenregen für Österreichs Top-Läufer

Der Eislauf-Nachwuchs profitierte ebenfalls von der Wiener Eisrevue. Ein Teil der Gewinne wurde in die Ausbildung junger Läufer investiert, um sie zu Höchstleistungen anzuspornen. Es dauerte nicht lange und die Rechnung ging auf. Ein wahrer Medaillen-Regen bei internationalen Meisterschaften bis in die 1970er-Jahren war die Folge. Zu den erfolgreichen Sportler_innen zählten Ingrid Wendl und die Paarläufer Sissy Schwarz und Kurt Oppelt, Regine Heitzer und Emmerich Danzer, um nur einige wenige zu nennen.

Trixi Schuba war die bisher letzte Österreicherin, die Olympisches Gold im Eiskunstlauf nach Österreich heimbrachte. Das gelang der Wienerin, die für ihre besonders starken Pflichtfiguren bekannt war, bei den Olympischen Winterspielen 1972 in Japan.

Claudia Kristofics-Binder war die bis heute letzte Österreicherin, die den Europameistertitel für sich reklamieren konnte. Und zwar im Jahr 1982. Am mittleren Bild in der Fotogalerie unten sieht man die glückliche Gewinnerin (Mitte) mit der Zweitplatzierten Katharina Witt (li.) und Jelena Wodoresowa, die Bronze für die UdSSR holte. Mehrere Top-5-Platzierungen bei EM und WM erreichten in den späten 80er-Jahren das Eistanz-Paar Katrin und Christoff Beck. Ralph Burghart, Julia Lautowa und Viktor Pfeifer konnten sich in der jüngeren Vergangenheit Plätze unter den besten zehn Läufer_innen in den EM-Einzeldisziplinen sichern.

Gegenwärtig sind Miriam Ziegler und Severin Kiefer die erfolgreichsten österreichischen Eiskunstläufer. Sie beendeten die letzten WM auf dem zehnten, die EM 2018 auf dem siebten Rang.

Im Ewigen Medaillenspiegel der Olympischen Spiele ist Eiskunstlauf mit 7 Gold-, 9 Silber- und 4 Bronze-Medaillen die zweiterfolgreichste österreichische Sportart aller Zeiten, nur im Skisport haben österreichische Athletinnen und Athleten insgesamt besser abgeschnitten.